Neue Wiener Gruppe - Lacan Schule      www.lacan.at
 

 

 

Sektion Ästhetik

Montag-Vorträge:
Universität für angewandte Kunst
Lehrkanzel für Kommunikationstheorie
Postgasse 6, 1010 Wien

 

Montag, 13. Juni 2005
19h30
 

Dagmar Travner
Dimensionen, Aspekte
Loch, Faltung, Doppelbild
 
Barbara Höller

Robert Kabas

Gerlinde Thuma



Über die Flächigkeit des Tafelbildes hinaus bilden sich supplementäre Dimensionen aus: Räumlichkeit, Zeitlichkeit und Bewegung

Den drei KünstlerInnen Barbara Höller, Robert Kabas und Gerlinde Thuma ist gemeinsam, dass sie in ihren Arbeiten eine über die eigentliche Flächigkeit des Tafelbildes hinausgehende Dimension thematisieren – sei es Raumdarstellung, Zeitlichkeit bzw. Bewegung oder dreidimensionale Objekthaftigkeit.

Barbara Höller geht in die Tiefe und bricht dadurch die Zweidimensionalität des Bildes auf. Durch das Bohren von Löchern wird das Bild zum dreidimensionalen Objekt, Figur – Hintergrund sind schwer zu definieren. Kann ein Loch Figur sein? Oder nimmt vielmehr der Hintergrund feste Gestalt an?

Typische Bestandteile der Bilder von Robert Kabas sind klare geometrische Formen, räumlich verschlungene Bänder, architektonisch erscheinende Skizzen, aufgefaltete Figuren. Kabas thematisiert Raum und Räumlichkeit explizit, indem er geometrische Objekte ganz konkret neben gemalte und fotografische Darstellungen setzt.

Gerlinde Thumas Polyptychen in minimalistischer Differenz: Handelt es sich um Mehrfachbilder von Bewegung oder um „Zeitbilder“? Zwei, drei, mehrere Bilder in Serie können vielfache Perspektiven aufzeigen, der Zweidimensionalität der Leinwand eine zusätzliche hinzufügen: Raum, Zeit oder Bewegung.

 
   

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