Eröffnungsrede KV Baden 2012
6. Juli 2012 um 19:00
Eröffnungsrede zur Ausstellung
im Kunstverein Baden bei Wien, Nieder-Österreich
Siehe hier Fotos von der Vernissage
Ende ist Anfang ist Ende ist Anfang ist

„Was die Raupe Ende der Welt nennt, nennt der Rest der Welt Schmetterling.“ (LaoTse) – Illustration: falkenreck.de
Ende birgt Anfang, Neubeginn. Anfang ist: Sein, Bestehen, Veränderung und auch Ende, denn als menschliche Wesen leben wir in einer begrenzten Dimension - in jederlei Hinsicht, denn die Unendlichkeit sowohl des Raums als auch der Zeit entzieht sich unserem Vorstellungsvermögen.
Diesem facettenreichen Thema widmet sich die diesjährige Mitgliederausstellung des Kunstvereins Baden - im Jahr 2012, das durch einen falsch verstandenen Mayakalender zu zweifelhafter Berühmtheit erlangt ist, und doch besser als kein anderes geeignet ist, Ende / Anfang / Veränderung / Wiederkehr zu diskutieren.
Panta Rhei
„In dieselben Flüsse steigen wir und steigen wir nicht, wir sind es und wir sind es nicht.“ - „Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen, denn andere Wasser strömen nach.“ (Heraklit)
Beginn, Ende, Veränderung, Neustart… alles fließt, alles ist in ständigem Wandel begriffen. Den statischen Zustand gibt es nicht.
Arbeit an der Eröffnungsrede für die Mitgliederausstellung des Kunstverein Baden bei Wien. Brainstorming.
Vorgegebener Arbeitstitel: „Beginning, Ending, Changing“. Meine erste Aufgabe: Einen prägnanten Titel finden!
Bei Morgengrauen - ans äußerste Meer

2 Lesungen von Dagmar Travner (Wien) und Jens-Uwe Ries (Sylt)
Podium, Rathaus Westerland, Sylt, Deutschland:
Bei Morgengrauen - Traumszenen und Tagesreste
Donnerstag, 17. Mai 2012, 20:00
Licht und Schatten sind eines, Übergang von der Nacht zum Tag, Dämmerzustand zwischen Traum und Wirklichkeit. Es bedeutet Erwachen aus den Träumen, den furchteinflößenden wie den schönen, es ist schemenhafte Realität zur Blauen Stunde, bei Purpurlicht und Alpenglühen.
Ans äußerste Meer - Geschichten von Stadt und Land,
Berg, Tal und Meer, und noch viel mehr…
Donnerstag, 23. August 2012, 20:00
Die Entfremdung der Zeit
Es ist eine Zeit der Stille, wo die Stimmen in sich selbst sprechen. Lautlos.
Sprich zu mir, du Du, du Ich, du so vieles Ich in mir, sag was du zu sagen hast, und dann schweig - endlich!
Ein neues Blatt im Kalender wird abgerissen, auf den Stapel der vorhergehenden gelegt, und wieder halten wir ein Jahr in Händen. Nun könnten wir die Zeit in kleine Stücke reissen, oder die Zeit, die vergangene, vergessen oder ganz einfach neu ordnen. Alles ordnen, alles neu aufrollen. Wie Spiralen der Zeit, könnten wir stückchenweise abgemessene Abschnitte aneinander legen, und damit Schneckenhäuser bauen.
Sprich mir nicht von der Gegenwart, die gedehnte Unendlichkeit des Augenblicks wird es für uns nicht geben.
Denn die Gegenwart ist nicht für uns bestimmt, unser Ort ist die Abwesenheit, unsere Zeit die erzählende Vergangenheit. Auch diese kann stillstehen, auch diese kann sich dehnen bis in die Unendlichkeit, auch diese kann eine liebende sein – wir sollten uns damit begnügen. Unser Raum wird aufgespannt von Worten, die daraus gewobenen Geschichten schützen uns wie ein Zelt in der Nacht.
Deine Abwesenheit, so gegenwärtig, dass ich sie mit Händen greifen möchte
und die dann doch in meinem ausgestreckten Armen verpufft einer Fata Morgana gleich.
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Neujahrslesung 2012
1. Jänner 2012 um 16:00-20:00
Vernissage ‚Estrangements’: Zeichungen von Harro Falkenreck (Sylt) + Bryony Purvis (Kapstadt)
Im Rahmen von KUNST-NEUJAHR im Atelier Peter Klint, Tinnum auf Sylt
ie Entfremdung der Zeit">Die Entfremdung der Zeit
Poetry Slam
POETRY SLAM on SYLT
28th October 2011, 8 pm
@ Muasem Hüs
Bahnhofstraße 15
25980 Morsum Sylt
North Germany
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